Bald geht es los

23Okt2012

Dies ist der erste Eintrag in meinem Blog. Ich werde hier über meine Erlebnisse an der Ostkueste Australiens berichten.

Sydney - 18.10.2012

23Okt2012

Ihr lieben Daheimgebliebenen!

Damit ihr meine Reise mitverfolgen koennt, habe ich diesen Blog gewaehlt, um euch einen Eindruck meiner Reise zu vermitteln. Leider ist schon so viel Zeit vegangen, dass die Erlebnisse ohne meine handschriftlichen Aufzeichnungen gar nicht mehr gespeichert waeren. Und die Zeit hier zu verbringen, um alles mehrfach niederzuschreiben....huuuh, ich weiss nicht... das ist nicht so meins. Aber ihr sollt wissen , wie es mir geht und was ich so treibe. :-)

Der Flug nach Australien war "sanft" wie eine Wiege, unmerklich lang und auf Grund der 2 Zwischenstopps in Dubai und Hongkong eher interessant als langweilig. In Dubai ist das Flugankunfts- und Bussystem noch nicht so gut geloest, wie vielleicht in Deutschland. Am Gate angelangt, wird man (zumindest gefuehlt..) kilometerweit mit dem Bus transportiert, um die Strecke dann im Flughafengebaude wieder sinnlos zurueckzulaufen, dann kommt eine erneute Personenkontrolle, bevor man mit dem Bus eine noch laengere Strecke (???) zum Abflugsterminal faehrt. Na egal. Die laengste Strecke war von Hongkong (selber Irrsinn, aber nur auf dem Flughafen, um in das selbe Flugzeug nach dem Tankvorgang in einer anderen Etage, wieder mit Personenkontrolle einzusteigen...mein Objektiv wurde "sprengstoffverdaechtigt") nach Sydney. Insgesamt Und kam man vor lauter Essen, Trinken, Fernsehen & Co. kaum zum Schlafen. Aber weil ich ja ein Wanderer bin (ich wandere ja so gerne....) habe ich die Zeitumstellung insgesamt bisher kaum bemerkt. Um 8:40 Uhr landete die Boeing 777-300 in Sydney und spuckte mich aus. Mit einem Shuttlebus gings dann bis vor die Haustuer meines sehr ruhigen und angenehmen Hostels.

Mein Hostel befand sich in King's Cross...ein Szeneviertel. Die Strasse selbst vollkommen ruhig und unproblematisch, um die Ecke entpuppten sich am naechsten Abend diverse Clubs, Bars, zugedroehnte Nutten auf der Strasse, Rocker + Polizei und Striplokale. 

Mich zog es zunaechst in die City, und da weder Fahrplan der Buss-Nummern 10 bis 447, noch die Zugverbindungen transparent waren und zudem recht teuer sind, bevorzugte ich den Fussweg mit meinen Schlappen (es war sehr warm!) und meinem Rucksack mit der doch recht schweren Kamera. Nach gefuehlt 40km am Abend hatte ich glaub ich die ersten 150 Bilder im Kasten. Opera-House, TownHall (ein riesen Einkaufszentrum), Harbour-Bridge, Unmengen von Vogelkaefigen zwischen zwei Haeuserwaenden,

 

HydePark, die erst seit 5 Jahren existierende St. Mary's Cathedral (viel zu modern und das Marien-Bild war einem Foto gleich) und eine Fotoausstellung im Hyde-Park zaehlten bereits zu meinen Entdeckungen.

Sydney 31.10.2012

23Okt2012

So, lassen wir uns doch einfach von ein paar persoenlichen Eindruecken berieseln - die Bilder sind natuerlich eigens entdeckt und eingefangen:

Das ist die Aussicht von Kings Cross, an der sich Autos und Eisenbahn kreuzen. Vom Standpunkt aus gesehen hinter meinem Ruecken, beginnen Bars und Clubs, aehnlich wie in Hamburg: mit Striplokalen, zugedroehnte Nutten auf der Strasse, Rocker, Polizei und Co.

Die hier gezeigte Strasse musste ich von meinem Hostel bis in die City (ungefaehr dort, wo der Tower ist) laufen. Dazwischen liegt der HydePark, an den meine Schule, das Kaplan-Institut angrenzt.

 
Dann haben wir einen Beweis, dass Schulkleidung in Australien Pflicht ist.

     
Die Architektur macht, so meine ich, sowohl aussen als auch innerhalb der ShoppingCenter was her. Letzteres sind Rolltreppen und eine grosse Spiegelsaeule in der Mitte.


Dieses Gebaude wird am Abend mit funkelnden Fenstern mal pink mal lila beleuchtet und befindet sich zwischen ChinaTown und Darling Harbour. In Darling Harbour gibt es jeden Freitag um 9Uhr p.m. ein Feuerwerk zu sehen. Beim ersten Mal kam ich grade um die Ecke gehechelt, als es grad zu Ende war...Glueckwunsch! 

In Darling Harbour konnte ich gleich am zweiten Tag das "Blackbird-Caffe" entdecken, an einem Brunnen mit Kranichen aus Zinn gelegen und direkt mit Blick auf den Hafen:
         

Dann konnte ich es kaum glauben: hier sind die Banker noch gluecklich und strahlen eine enorme Ruhe aus...vielleicht waren die aber doch von der Versicherung...
 

Und es gibt auch vollkommen relaxten Menschen im ShoppingCenter zu entdecken:
 


...auch einen richtigen Elvisfan, der mehrfach am Tag mit lauter Musik durch die Stadt hin- und herduest und fuer ein Foto auch mal anhaelt...

...und sehr merkwuerdige Kunst (zwischen Bondi-Beach und Codgee-Beach), bei der die Meinungen sehr weit auseinander gehen... 
 

Diesen fantastischen Sonnenuntergang hatte ich in Drummoyne, bei meiner Gastmutter, nachdem ich um den ganzen Hafen (ca. 8km) rumgelaufen bin, so wie es hier viele Menschen tun, um sich fit zu halten.

Und hier noch ein versteckter Blick auf die Harbour-Bridge, ueber deren Bogen man eine Tour buchen kann (Fotoapparate sind verboten). Wer's braucht...

Regelmaessig steht hier im Hafen ein neues Luxusschiff. Ringsherum fahren die Faehren ab, rechts steht gleich die Oper und links gehts direkt zur Bruecke - insgesamt ein recht belaufenes Hafenareal, an dem Aboriginies ihr musikalisches Unwesen treiben und typische Touristen-Fotoattraktionen abgeben, aber auch Hochzeiten vorfahren oder schick gekleidete Operngaeste flanieren. MultiKulti gibt es hier en mas und wer Gesichter mag, ist hier genau richtig. Am Abend hoert man aus einem der angrenzenden Pubs (Blick auf's Wasser) auch mal LiveMusik - grad am Sonntag sang eine Lady einen FunkySong von Stevie Wonder, als ich aus dem Botanischen Garten direkt am Opernhaus vorbeikam.  ;-)

Sydney - 05.11.2012

17Nov2012

Hi an Alle! Da bin ich mal wieder.

Es freut mich dass es den Meisten von Euch gutgeht.
Mir geht es auch bestens, ausser dass meine Penicillin-Kur noch ein wenig andauert. Ich mach mir langsam Sorgen, denn ich will Schnorchelkurs und Segelturn buchen, aber wechens der Elefantenpillen (die sind riesig!! wuerg) geht dat ja gar nicht. Mist. Hmmm.

Torsten hab Dank fuer Deine Recherche, Du hast unser Wissen wieder ein Quaentchen erweitert (wer hat gewonnen?): Sydney ist also in 2012 auf Platz 15 der teuersten Staedte der Welt gekuert worden. Na gerade nochmal gut gegangen. Wer hat mir was von Platz 3 erzaehlt? Davor befinden sich zahlreiche deutsche Staedte.

Wie die fantastischen Momente hier so mitspielen, nutzte ich doch bruesks (frei nach "Olaf Schubert") die Moeglichkeit, einen visuellen Akkustik-Sprung in die Oper zu wagen, um ein wenig italienisches Flair in mich aufzusaugen. Es war atemberaubend schoen und das alles nur, weil die zufaelligen Zufaelle mitspielen. Und weil der Zufall so zufaellig war, war ich zufaellig mit Poloshirt und Jeans da drin. So. Bitte sehr. Einmal in die Ecke und schaemen.
Fuer dieses Abendgeschenk, zusammen mit Andrew aus den Niederlanden (Dutch), bin ich natuerlich unendlich dankbar. Und wir wollten stattdessen nur mal schauen, wann das naechste Ballett zu welchen Preisen stattfindet (naja...: so ca. 150A$...).

Dazu kam, dass am gleichen Tag eins der grossen Luxusschiffe den Hafen verlassen hat. Gestern (Sonntag) konnte ich auch mal aus naechster Naehe erfahren, wie so ein Schiffshorn kurz vor der spektakulaeren Ausfahrt knattern und einen akkustisch fast wegpusten kann. Enschuldigt den Ausdruck: GEILER SOUND!  :-)  
Aber der Tag verlief frueh etwas anders, denn ich hatte vor, die Baptisten...also die 'asiatischen' Baptisten... zu besuchen. Dem Inhalt und der Ausgestaltung der Messe tut das natuerlichen keinen Abbruch. Nach dem ich dann klatschend begruesst und befragt wurde (wie andere Gaeste aus Canada, Phillipinen, Russland auch), startete schon der Song "Amazing Grace". Okay, ich wollts etwas hochpuschen. Der Song kam erst nach nem anderen Song. Wundervoll! Eine Asiatin (ich krieg die Unterscheidungsmerkmale China-Japan-Korea?? einfach nicht hin) sass vollkommen cool hinter einer Plexiglaswand mit Kopfhoerern am Schlagzeug und... logisch... die Band und 3 Saenger waren auch zu Gange. Was fuer ein Erlebnis! Nach der wundervollen Messe hielt ich Ausschau nach den "Germanies", nach dem ich mich noch mit dem ein oder anderen aelteren Asiaten unterhielt und das Mittagessen im Visier hatte (es wurde herzlichst geladen). Und prompt standen sie auch schon vor mir. Daniel und Luba. Nach einer kurzen "Einleitung" movten wir natuerlich englisch sprechend (ich wurde sozusagen eingeladen mitzukommen) vollkommen relaxt in ein mexikanisches Restaurant am Darling Harbour. Wie ich Bourrito und schwarze Bohnen liebe!! Gleich darauf starteten wir ins Maritim Museum, etwas spezieller: direkt ins Schiff von James Cook. Da Daniel (gebuertiger Russland-Deutscher) mit dem Originalschiff von James Cook bereits acht Monate lang von Perth nach Sydney segelte, begruesste er mal ganz laessig die Crew und inspizierten anschliessend nicht weniger laessig mit uns das Schiff bis in den letzten Winkel, natuerlich ohne Horroreintritt... Herrlich: die Touristenetagen zeigen nur die alten historischen Anlagen, die leicht durch einen eingezogenen Boden veraendert worden sind. Unterm Deck (im Fahrstuhl wuerde stehen "-2") stecken HighTec, moderne Kueche, Klos und Dusche. Und auf dem Deck wird einem das Klo gezeigt, welches ueber die Bordwand hinausragt, um sich ins Wasser entledigen zu koennen (Rueckenwind garantiert..sonst wirds Mist). Ich haett mich weghauen koennen...

Nunja, die kleinen Liebeleien in Sydney hoeren nicht auf.

Heute mussten wir einen 3-stuendigen Test bestehen, um in den Advanced-Businesskurs aufzusteigen. Schauen wir morgen, was daraus geworden ist (fragt mich bloss nicht danach!!) Im Botanischen Garten (heute) angelangt, fiebten und zwischerten die Kanarienvoegel und labten sich an den roten Blueten im Baum, namens, aeh.... "X". Ich hab vor lauter Kanarienvoegeln das Schild gar nicht inspiziert. Aber das kann man sicher irgendwo recherchieren.

Nun hab ich keine Lust mehr, denn ich muss die Bilder noch hochladen und dafuer ein Internetcaffee aufsuchen, die Picasa haben. Von daher: bis demnaechst!!!

>>> Geschafft <<<

Rainbow Beach - 17.11.2012

17Nov2012

..uff. Was fuer tausende Erlebnisse. Mein Kopf qualmt. Mir stehen schon wieder die Schweissperlen auf der Stirn. Mein Gepaeck wird immer groesser, die alte Waesche immer mehr, ich schleppe das Fruehstueck mit mir rum (im Uebrigen: Deutsches Brot!...nur fuer 100g Kaese 4,50Eur auszugeben, ist mir zu suspekt. Also muss die furztrockene Erdnussbutter herhalten...wuerg), am Rucksack baumeln nun die grossen (sehr warmen) Wanderschuhe. Es ist heiss. In 20 min muss ich zum Bus (Abfahrt 12:30Uhr), der mich innerhalb von 14 h nach Airlie Beach faehrt, also steht eine Nachtfahrt an, wer nicht mitrechnen moechte (hehe). Von dort startet dann am Montag mein 3 taegiger Segelturn auf dem Adventure-Segelboot "Wings" nach Withsundays und ins Corallenmeer zum Schnorcheln. Wow, ich freue mich riesig, denn je mehr Leute man kennenlernt, die meist anders herum reisen als ich, sagen alle: "You will like it. It's amazing!".

Mit den vielen Bildern (eine Speicherkarte ist nun voll...) hats leider nicht geklappt. Sorry. Dafuer steigt die Spannung dann "at home".

Was ist bisher passiert: Am Samstag letzter Woche hatte ich noch fix eine Tour in die Blue Mountains gebucht, da ich mir diese nicht entgehen lassen wollte. Die Fahrt startete um 8:30 Uhr morgens mit 2 Bussen und einigen "Mitschuelern" vom Kaplan-Institut.Es ging zu erst in den Featherdale-Wildlife-Park, ein Streichelzoo mit Koalabaeren, Wallybies (die kleinen Kaengurus), vielen Vogelarten (auch zum Streicheln...die riesen Aras -die sehr laut sein koennen- kuscheln sich ans Gelaender und halten den Kopf zum Kraueln hin), Pfauen schlagen fuer den Herrn Fotograf extra ein Rad (danke, schoen dass mich die Tierwelt liebt...) und ein nerviger Vogel zwitschert ununterbrochen die selbe Melodie (ich habs auf Video!). Ich versuch zu Hause die Toene auf Klavier zu finden! Nach 1,5h ging die Fahrt weiter, um eine kleine Tour zu einem Wasserfall zu machen, vorbei an den Gum-Trees, Ghost-Trees (die im Mondschein leuchten) und den vielen Palmen, die die Waelder von unseren deutlich unterscheiden lassen. Die 3 Schwestern wurden eher beilaeufig angefahren, deren sprituelle Kraft den Aboriginies lange Zeit schon heilig ist. Und am Ende gabs noch ne abenteuerliche Bahnfahrt an einem alten Kohlebergwerk rueckwaerts bei ca. 35% Steigung - soll wohl die groesste Steigung der Welt haben.

Sydney habe ich dann am gleichen Tag nach einem Abschiedsbierchen mit 7 anderen Russen, Niederlaendern usw. nach einem Feuerwerk in Darling Harbour (regelmaessig freitags um 9:00 p.m.) um 11:00 p.m. mit dem Nachtbus verlassen. Das Highlight war jedoch nicht das Feuerwerk, sonder eher die Backpacker-Attacke aus einem vorbeirauschenden Auto an der Bushaltestelle. Nach dem Knall und dem leichten Schmerz hatte ich ein Ei am Hosenbein und auf dem Schuh. Wie schnell man so ein Ei schaelen kann. Wow. Die Schale lag neben mir. Die Lady in der Bushaltestelle hatte einen kleinen Pott in der Hand. Da ich gar nicht kapiert wie mir geschah, hatte ich sie im Verdacht. Sie mumpelte Thunfisch aus ner Buechse. Irgendwie roch es nach allem moeglichen. Ein Ei hatte auch die Scheibe des Haltestellenhaeuschens getroffen und lief so langsam 90 Grad abwaerts, davor sass ein Asiate, der so tat, als waer nix gewesen. Ich wollte ihn noch fragen, ob er noch ne Scheibe Weissbrot dabei hat, dann waere das Abendbrot perfekt gewesen. Ich habs dann gelassen.
Zu iritiert und schweissueberstroemt erreichte ich dann puenktlich den Bus....

In Byron Bay gestrandet, frueh morgens um 11 Uhr, genoss ich das Strandflair. Unterwegs unterschied sich die Vegetation anhand des 1,50m hohen Grases auf den Feldern und den eigenartigen Huegeln - muss wohl an den anderen Baumarten liegen...

Oh, ich muss los, Zeit abgelaufen. Der Bus kommt gleich. Ich berichte spaeter weiter!!!

CU all!

Paradies, Segeln, Tauchen, Fische zaehlen - 22.11.2012

22Nov2012

Tach!

Es ist punkt 11 a.m., der Schweiss rinnt, es ist "hot". Mein Standort heisst Airlie Beach und jeder der einmal einen Traumausblick, eine Traumlagune am tuerkisfarbenen Meer, einen Traumsegelausflug, und Paradiese oberirdisch und unter Wasser erleben moechte, ist hier goldrichtig. Wahnsinn!

Nun aber doch der Reihe nach. Ich versuch mich zu erinnern. ...aehm...

Byron Bay, naja, am ersten Tag war ich ein neues Segelshirt ersteigern (blue like the Ocean - danke fuer den Tip, Henrik!) und lediglich am Strand fotografieren. Surfer, Wellenreiter und Geniesser. Ich war nicht mal im Wasser. Keine Zeit. Staendig Fotomotive - ich bin gestresst. Hehe, nein, nicht wirklich! Ich ging auf das kleine Inselchen in der Naehe des Leuchtturms, um die Wellenreiter von oben zu verfolgen. Atemberaubende Wellenszenen. So richtig scharf sind die Bilder meiner Meinung nach aber nicht geworden. Naja, dafuer gibts ja Programme (und Stunden, Tage, Wochen im kalten "Deutschland - ein Wintermaerchen" um die Bilder zu Hause nachzubearbeiten...). Ich wills aber gar nicht so lang machen. Nach ein paar Schlucken Rum im Hostel am Abend (spendiert von einem Canadier - von mir hat er ne deutsche Bemme geschmiert bekommen) und einem Bier im Pub war der Abend rund und schon vorbei. Am naechsten Morgen stand eine Nimbin-Tour an. Ein verruecktes Flower Power-Dorf, entstanden aus PEACE- und LEGAL-DRUGS-Protesten irgendwo in der Pampa (schreibt man das so?). Die Busfahrt war schon mal genial. Mugge von Electro-Aboriginie-Sound bis Sweet Home Alabama. Seit dem suche ich ein CD-store.... In den Bus stieg eine mit Blueten um den Kopf umringte junge Lady aus Schweden ein. Poahr. Ich erspare mir weitere Worte....und war begeistert. Nach ein paar halben Stunden Fahrt gab es ein Barbeque an einem kleinen stillen See. Um uns herum konnte man einige Meerschweine (ICH HASSE SIEEE!!!) bestaunen, ein fluechtendes Schwein, Huehner und anderes Getier. Idyllisch. Im Anschluss gins ins bunte Dorf. Ein Geschaeft war als Museum ausgebaut und einfach cool. Ueberall rochs nach AfroRauch. Und um uns schlichen etwas spektakulaere Leute mit Handtaschen, die uns 6 kleine Cookies fuer 30 Dollar verkaufen wollten. Hehehe. Lecker. Die man beim Baecker billiger haben kann. Ein Fake! Ich hab nur einen schoenen Mockachino mit den anderen Artgenossen genossen (nossen) und meine Fotomaschine vergewaltigt, da das Blumenmaedel sich nun genau vor mich setzen musste und nichts gegen die spiegelende Scheibe meines Objektivs hatte. Sowas aber auch. Nenenene.

Nach 1,5 Stunden fuhren wir mit nicht viel weniger cooler Mugge zu einem Rinnsal von Wasserfall. Atemberaubend schoen. Zumindest die Gegend & Tiefe der Schlucht sowie die vorstellbare Ruhe(wenn ich allein gewesen waer...). Im Anschluss gings zurueck nach Byron Bay. Ich plante mit einem Israeli eine Biketour fuer den naechsten Tag ein, vollkommen vergessend, dass mein Bus schon um 7:45 a.m. nach Rainbow Beach im Oertchen vorfaehrt. Mist. Darauss ist dann eben eine Sunrise-Tour um 5:20 Uhr geworden. Wieder total verkalkuliert und ich konnte mir dann endlich eine Meinung ueber das Oertchen bilden: Beach - schoen; Sonst: vollkommen CRAZY!!!

1) Um 3:25 Uhr kam meine Bettuntermieterin mit einem wildfremden Artgenossen von ner Party zurueck. Warum ich schon wach war weiss ich nicht mehr (Hustenreiz wechens der Klimaanlage oder die stickige Nichtmehr-Luft im Zimmer??) Nach nicht allzu langer Zeit fuehlte ich mich wie ein Baby! Das Bett schaukelte in Laengsrichtung und ich musste der englischen Conversation meines unterirdischen Paerchens lauschen (was sollte ich denn tun??). Mir kam der Schweiss, als ich mich an die Weckzeit meiner Uhr erinnerte. Was da einem so durch den Kopf schiesst.... Gluecklicherweise (und ich spare mir weitere Ausfuehrungen) schnarchte es nach 40(!!!)min und ich konnte beruhigt das Bimmeln abwarten.

2) Meinen Wecker hatte ich fuer 4:30Uhr gestellt, um in Ruhe ein schoenes Fruehstueck einzunehmen, allein unter freiem Himmel. Die Kueche hatte jedoch erst ab 6:30 Uhr geoffnet und mein Ramsch war dort im Kuehlschrank eingeschlossen. Dollllll und das war dann mal nix. Tipp: Schilder mal vorher lesen!

3) Meinen Israeli musste ich im Zimmer aufsuchen, da der nicht zur Abfahrtszeit erschienen war. Aus dem Bett heraus vertagte er (so ein Wicht!) seine Sunrise-Tour und ich musste mit den anderen 8 Personen im Bus "allein" in Richtung Leuchtturm fahren. Der Sonnenaufgang war spektakulaer (naja, eigentlich normal: erst rot am Horizont, dann wurde es heller, der Ball stieg und stieg und mit ihm die Hitze...). Herrlich. Ich lernte eine junge Fotografin kennen, mit der ich dann spaeter (doch noch..)am Fruehstueckstisch ein paar Bilder austauschte. So ein Mist. Immer am letzten Tag interessante Bekanntschaften.

Der Greyhound-Bus fuhr mich dann nach Rainbow Beach. Unterwegs fielen die hunderten kilometerweise in Linien aufgeforsteten Waelder auf, spaeter der verkorkste, unheimlich interessante, leicht unheimliche (da die Baume skelletfoermig) und verkrueppelter Regenwald auf.
Auf dem Touren-Schild des Hostels wurde eine Sunset-Tour angeboten (meine Augen hingen foermlich schon am Boden), aber ich bin ja nicht zum Spass hier. Von daher schloss ich mich der scheinbar gesamten Hostel-Sippe einfach an (muessen so 40 Leute gewesen sein). Es ging auf eine riesige Sandduene, auf der ein kleines kostenloses Surferlebnis angeboten wurde. Ich wollte jedoch nicht den ganzen Abend Sand aus den Zaehnen poolen, also hab ich das Spektakel mit meiner Kamera genossen - war ja schon gefaehrlich genug, mit dem vielen Sand und der Kamera. Auf der zur See gewandten Seite beobachtete ich mit ein paar Hostel'ienern einen Wal, der geschaetzt 15 km weit wech war und sich an der Wasseroberflaeche mit reichlich Schaum langsam linkswaerts bewegte. Auf der anderen Seite der Duene ging dann die Sonne hinter dem Regenwald unter. Atemberaubend schoen (nicht so unspektakulaer wie am Morgen...). Im Hostel gabs dann LiveMugge - ein Gitarrist mit Stimme und Base-Drum. Hat er gut gemacht, der Gute! Das Bier war LECKER und nennt sich "Caulten Draught".

Naechster Morgen: Einladen der Fressalien in die 4 Jeeps, Aufteilung in Gruppen a 8 Mann & Frauen und ab gings nach Fraser Island, der groessten Sandinsel der Welt. Ich war mit 4 Franzosen (war hin und hergerissen: sie konnten nie ihre wunderschoene franzoesische Sprache stoppen...sowas unfreundliches! In Australien spricht man gewoehnlich Englisch; der franzoesiche Hahn im Korb labte sich im Nest der drei netten Damen), ein paar Niederlaendern und einer eigenartigen Deutschen zusammen. Nach der Faehruberfahrt rauschten wir entlang des tuerkisfarbenen Meeres und durch den Sand. Awesom!!!!! Ein Besuch am Lake Mc Kenzie, der mitten im totenstillen Wald (jedoch nicht mit 32 Mann/Frauen so still) mit glasklarem Wasser und hellem Sandboden liegt, verschlug mir die Sprache. Zu schoen! Nach dem Lunch ging es in Richtung Zeltplatz, wo die Nacht zum Tage "getrunken" wurde. Dort richteten wir unsere Mahlzeit je Gruppe an. Dann wurde getanzt und gefeiert und die Maedels mit Alk auf den Knien hockend zugeschuettet. Und ueber uns funkelte still eine nie so gesehene Sternenpracht, die nur mir ins Auge fiel...

Am Feuer einer anderen Rasselbande sass ein Guide mit Gitarre und ordentlich Drive&Stimme. Wow. Der ludt dann fuer Freitag zum Livekonzert ins Nachbarhostel am Rainbow Beach ein. Dass ich dass nicht verpasst habe, koennt ihr euch sicher denken.

Irgendwie verlier ich grad die Schreiblust. Es ist jetzt 12:06 p.m. und mich lockt die Poollagune nach draussen.. schnell noch ein paar Highlights:

- Blick von einem Riff auf das Meer: 4 Rochen (ein unbeschreiblicher Anblick!) gleiteten direkt unter uns in Richtung offenes Meer), springende Delfine und eine vermutete Schildkroete. Das Wort "Sharks" hoerte ich mind. 100 mal, aber es waren einfach keine Haie da, wo sie doch jeder mal sehen wollte. Mist. Bis heute ist da nix passiert.
- Bad in kleinen Korallen(??)lagunen (die spucken Wasser und sind innen rot), die vom Meer mit jeder groesseren Welle immer wieder gut gefuellt wurden
- Entdeckung kleiner Krabben (suesse Stilaugen!), die seitwaerts in die Felsspalten fluechteten
- Bad im Suesswasserfluss, in dem wir eine kleine Seeschlange vor unseren Fuessen entdeckten. Das Wasser war kaelter als das Meer.
- Staendiger Wechsel zwischen den Fahrern, Steckenbleiben im "Tiefsand", geniessen, schlemmen, Seele verlieren

Nach 4 Wochen (okay, ich schreib noch ein bisschen..), bin ich dann zum ersten Mal so richtig im Meer baden gewesen. Herrlich erfrischend und die Wellen waren ordentlich zum reinschmeissen. Kein Shellyfish, keine Sandwespen, einfach nix. Sauber, das Meer! Nicht mal 'n Krokodil. Jippieh! Abends traf ich dann die Italiener von der Nimbin-Tour im Hostel wieder. Also: Bierkanne, Billard, das angekuendigte LiveKonzert und ne Franzoesin, die immer mit dabei war.  :-)

Am naechsten Mittag gings nach Airlie Beach; von hieraus schreib ich gerade. Eine kostenfreie Poollagune unter Palmen versuesst jedem hier die Badelust, da das Meer fuer Krokodile gut genug ist (zwei wurden wohl die letzten Tage entdeckt) und ein paar viele Shellyfische mit langen toetenden Tentakeln im Wasser herumtoben (hab bisher nuescht gesehen!). Das Dorf ist toll und crazy(..also 'verrueckt') macht es die "Schoolie-Woche". Airlie Beach richtet naemlich eine Woche lang das Abschlussfest der Schulklassen in der Gegend aus. Hier wird gefeiert, mannomann; ne ganze Woche & natuerlich im Bikini oder anderen bizarren knappen Stoeffchen! Nicht mal so 'n langweiliger Abschlussball in Operngarderobe und EtePetete. Aber ein Gentlemen geniesst und schweigt. ;-)
Den Abend genoss ich mit Jacob (ein Gay aus Canada - cooler Typ!) und 2 Maedels aus dem Hostel. Mama Afrika wartete mit TanzMugge und einer "Dschungelnacht" auf uns. Also: abgehottet und zufrieden in der fruehen Frueh ins Bett gefallen...

Einen Tag darauf gings dann auf See mit der Wings2, einer 3-Mann-Crew und 25 Mitseglern (unter anderem Jacob). Herrlich. Schon nach ein paar Minuten war mir kotzuebel, denn das Boot kreiselte ordentlich auf den vom Wind bewegten Wellen. Nach einem Appel und jeder Menge Wasser war das nach einer Stunde aber Geschichte. Das Meer....tuerkisener als tuerkis geht nicht mehr, Sonne satt, weisse Segelboote und meine neue (polarisierte)Sonnenbrille brachte mich einem neuen Paradies naeher. Irre schoen. Nach einem Lunch und ein paar cool vorgetragenen Einfuehrungsworten und -regeln ("Hey guys,...blablabla,... sweet!....awesome!"), steckte ich bereits im Taucheranzug, bestueckt mit Flasche und Brille. Hinein ins Vergnuegen und abtauchen ins Korallenmeer. Atemberaubend!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! Korallen in gruen, rosa, blau, gelb, Fischschwaerme rings um mich herum (kleine, grosse,...., "mittlere"..), knisternder Kiesel und pochende Fische, die entlang der Korallen nach Futter suchen. Was fuer eine andere Welt!! Nach 5 m Tiefe schmerzten mir jedoch schon die Ohren (zu viel Wasser drin??), und ich konnte den Druck nicht mehr durch die Nase ausgleichen. Machte nix. Als Schnorchler hatte genau die selben atemberaubenden Bilder. Am naechsten Tag kam ein riesen Fisch auf mich zu, dessen Groesse meinen Oberkoerper uebertraf. Es muss sich um einen Knutschfisch handeln, denn der hatte riesige Lippen (der wird mich sicher beim naechsten Fieber im Alptraum besuchen!). Und da ich mir vorkam wie in einem hektargrossen Aquarium, schwamm ich mit dem riesen Fisch ein paar 100m mit (die Flossen ermoeglichten mir den gemuetlichen Speed) und streichelte ihn auf allen Seiten. Der genoss es und wollte mich wahrscheinlich heiraten. Hin und wieder wendete er blitzartig, zeigte seine Riesenlippen (HILFE!!!) und schwamm an meinem Hals entlang, um sich kraueln zu lassen. Mist. Ich hatte die Hochzeitsringe nicht dabei. Das Fischbuerschchen hatte aber bereits ein paar andere kleinere Knutschfische um sich herum, die ihn von Algen freihielten. Irgendwann liess ich ihn dahinziehen.
Mit Jacob hatte ich meinen Spass. Er ist Haarstylist. Ich hatte ne Kamera. Und auf dem Boot waren so einige Haare, die ein Styling ermoeglichten.  Projekt erfolgreich, wenn auch nicht spektakuaer. Dafuer lustsch! Jacob ist heute frueh (gestern noch den Tag zusammen verbracht, Waesche endlich mal gewaschen + getrocknet, beim Friseur gewesen, weil der Typ nicht eine Schere dabei hatte!) mit der Faehre und dem Flugzeug gen Sueden gereist.

Der Segeltrip war im Finale mein schoenstes und groesstes Erlebnis! Wann springt man schon 7 Uhr morgens ins Korallenmeer zum Schnorcheln, um von der Sonne angestrahlte Gehirne, Rosetten, und sonstige Formen in allen Farben zu bestaunen??? Fische in allen Groessen, nur die Schildkroeten blieben fern. Dafuer lukte eine an unserem fahrenden Boot aus dem Wasser. Suess! Der Abend klang regelmaessig mit reichlich Fluessigkeit, gutem Dinner, Musik, Gespraechen und allgemeinem Naturgenuss aus. Die Musi war teilweise nervig, da sie den ganzen Tag lief (neuartiger Discomist).

Heute gehts nach Cairns und ich verbringe jetzt (1:08 p.m.) noch einen wunderschoenen Tag an und in der Lagune......

Bilder im Nachgang an den Tauchgang nach dem Schnorchelgang - 24.11.2012

24Nov2012

Hello again. Ich befinde mich in Cairns und habe heute 'frei'. Es ist bereits nach 1:00 p.m. und ich ueberlege noch nach Smithfield mit dem Bus zu duesen. Nur hier rumhaengen, Geld ausgeben und computern...neeenenenene.

Deshalb schnell ein paar Bilder vom mehrfachen Schnorchelgang (beim Tauchen hat mich leider keiner 'geknipst'). Naja, fuer die Qualitaet reicht die durch Roentgenmaschine des Flughafens und Hitze beeinflusste Drogerie-Kamera leider nicht...

Vor dem Schnorchelgang
Vor dem Schnorchelgang

Und da bin ich...
Und da bin ich...

Der hatte keine Ahnung...
Voellig ahnungslos, was hinter sich passiert...

Raub des letzten Atems
Raub des letzten Atems, Symbiose oder irgend so was Schmutziges...

Herz fuer Susel
Eine Herzkoralle fuer meine Susel!

Nochmal ich und japanische Gesellschaft
Nochmal ich mit japanischer Gesellschaft - die Verstaendigung war entsprechend schwierig...

Bunt ist die Wasserwelt
Bunt ist hier die Wasserwelt...

Mitten im Schwarm
Mitten im Schwarm

Grosser Lippenfisch
...und mein geliebter (Alptraum)lippenfisch - seine Groesse ist hier leider nicht nachvollziehbar. Darunter kleben zwei kraeftige Algsaugfischies...